83. Oscarverleihung

Keine Überraschungen bei der 83. Oscarverleihung: THE KING'S SPEECH räumt in den wichtigsten Kategorien ab

Nun ist die 83. Oscarverleihung schon wieder Geschichte. Die begehrten Trophäen sind vergeben und die Preisträger haben ihre Reden längst gehalten. Wir haben vor dem großen Gala-Abend im Kodak Theatre in Los Angeles ein bisschen Orakel gespielt und versucht vorauszusagen, wer mit einem Oscar ausgezeichnet wird. Und wir lagen gar nicht so schlecht!

83 Oscarverleihung: Ein britischer Abend mit THE KING'S SPEECH

Uns war klar, dass die stark überalterte Academy das Historien-Drama THE KING'S SPEECH mit Colin Firth als stotternden englischen König lieben wird. Der Film hatte immerhin 12 Nominierungen erhalten. Deshalb waren wir auch nicht verwundert, dass THE KING'S SPEECH mit vier Oscars ausgezeichnet wurde, u.a. in den wichtigen Kategorien bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller und bestes Drehbuch. Colin Firth hat uns als stotternder König überzeugt und nachdem er im vergangenen Jahr mit "A Single Man" von Tom Ford leer ausgegangen war, hat fast jeder erwartet, dass er den Oscar als bester Hauptdarsteller erhält. Und so ist es auch gekommen. Doch unser Herz schlug für James Franco. In 127 HOURS von Regisseur Danny Boyle ("Slumdog Millionär") spielt der Jungstar einen in eine Felsspalte gestürzten Extremkletterer zwischen Hoffnung und Verzweiflung einfach überragend. Auch Javier Bardem hat uns mit seinem Auftritt in BIUTIFUL verzaubert.

83. Oscarverleiung: Nur einen Oscar für BLACK SWAN

Wir sind enttäuscht darüber, dass BLACK SWAN nur einen Oscar erhalten hat! Der erotische Psycho-Thriller hätte mehr verdient. Wir hätten Darren Aronofsky auf jeden Fall den Oscar für die beste Regie verliehen. Stattdessen ging die prestigeträchtige Trophäe an Tom Hooper für seine Inszenierung von THE KING'S SPEECH. Immerhin hat unsere Favoriten Natalie Portman für ihre Leistung als ehrgeizige Prima Ballerina in BLACK SWAN einen Oscar als beste Hauptdarstellerin erhalten. Egal, in wie vielen Kategorien Darren Aronofskys Werk leer ausgegangen ist, für uns ist BLACK SWAN einer der eindrucksvollsten Filme des vergangenen Jahres.

83. Oscarverleihung: TRUE GRIT ist der große Verliehrer

Der große Verlierer des Abends ist TRUE GRIT der Coen-Brüder. Mit immerhin zehn Nominierungen ist der Western mit Jeff Bridges in der Hauptrolle ins Rennen um die Oscars gegangen. Auch THE SOCIAL NETWORK von David Fincher konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Der Film über den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wurde nur in den Kategorien bester Soundtrack, bester Schnitt und bestes adaptiertes Drehbuch ausgezeichnet. INCEPTION von Christopher Nolan hatten wir gar nicht mehr auf dem Zettel. Und so waren wir ziemlich überrascht, dass der Traum-Blockbuster vier Trophäen erhalten hat. Es sind zwar nur Oscars in in den Kategorien beste Spezial-Effekte, beste Kamera, bester Ton und bester Tonschnitt - und viele Kollegen sprechen auch gern von einem "Neben-Oscar. Aber ein Oscar ist schließlich ein Oscar.

83. Oscarverleihung: Christian Bale und Melissa Leo als beste Nebendarsteller ausgezeichnet

Uns hat besonders gefreut, dass Christian Bale für seine Leistung als Crack-süchtiger Ex-Boxer in THE FIGHTER einen Oscar als bester Nebendarsteller übereicht bekam. Eine Rolle, die nicht weiter von BATMAN entfernt sein könnte. Als beste Nebendarstellerin wurde die in Deutschland noch unbekannte Melissa Leo ausgezeichnet, die in THE FIGHTER die Mutter des Ex-Boxers (Christian Bale) spielt. Der sehr sehenswerte Film startet in Deutschland am 7. April.

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