61. Berlinale
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61. Berlinale: Cooler Auftakt mit dem Dude Jeff Bridges
Berlinale-Tagebuch: 1. Tag. Berlin hat sich für die 61. Berlinale fein gemacht. Der rote Teppich für die Stars ist ausgerollt, der Berlinale-Palast mit Frühlingsblumen geschmückt und sogar das Wetter spielt mit. Keine Schnee- und Eisberge wie im vergangenen Jahr. Gleich zum Auftakt der Filmfestspiele ist es Festivaldirektor Dieter Kosslick gelungen, das Team von TRUE GRIT (Jeff Bridges, Josh Brolin, Hailee Steinfeld, Ethan und Joel Cohen) nach Berlin zu holen. Mit dem Western der Cohen-Brüder ("No Country for Old Men") werden die Filmfestspiele eröffnet. Nur einige Filmkritiker stören sich daran, dass ein A-Festival wie die Berlinale zum Auftakt einen Film zeigt, der schon seit Wochen in den US-Kinos läuft. In Cannes wäre das undenkbar. Aber wir sind eben nicht in Cannes.
Die Kamerateams, Fans und Fotografen umlagern den roten Teppich, als Hollywoodstar Jeff Bridges gegen 19.20 Uhr den Potsdamer Platz erreicht. Und er hat sich fein rausgeputzt: schwarzer Anzug, weißes Hemd mit dazu passender Krawatte. Statt Cowboystiefel trägt der "Dude" glänzende schwarze Schuhe. Gut gelaunt gibt er seinen Fans Autogramme und lässt sich mit ihnen fotografieren. Zeit für die Fans auf dem roten Teppich nimmt sich auch Josh Brolin, der seine Gattin, die Schauspielerin Diane Lane, mitgebracht hat. Die Überraschung in TRUE GRIT ist die erst 14-jährige Hailee Steinfeld. Die Newcomerin gibt in dem Western ihr Debüt, doch sie macht ihre Sache so gut, dass sie gleich für einen Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert wurde. Und sie sieht süß aus, mit ihren hochgesteckten Haaren und dem bunten Kleid. Erstaunlich, wie sie ihre atemberaubend hohen High Heels im Griff hat. Um auf diesen Dingern einigermaßen elegant zu gehen, haben viele ihrer Geschlechtsgenossinnen Jahre gebraucht.
Auch zahlreiche deutsche Schauspieler kommen zur Eröffnung der 61. Filmfestspiele in Berlin. Auf dem roten Teppich gesichtet wurden Mario Adorf, Nina Hoss, Heike Makatsch, Sibel Kekilli, Christiane Paul, Armin Rhode und Jasmin Tabatabai.
In den nächsten zehn Tagen laufen insgesamt 385 Produktionen, im Wettbewerb werden 22 Filme gezeigt. 16 davon konkurrieren um den Goldenen und die Silbernen Bären. Zusätzlich laufen 6 weitere Filme außer Konkurrenz im Wettbewerb, darunter Wim Wenders PINA, oder der Eröffnungsfilm TRUE GRIT von den Coen-Brüdern. Für Deutschland im Rennen: Das Entwicklungshelfer-Melodram SCHLAFKRANKHEIT von Ulrich Köhler (ohne bekannte Darsteller) und WER WENN NICHT WIR von Andreas Veiel mit August Diehl, Alexander Fehling und Susanne Lothar. Die Geschichte um Andreas Baader und Gudrun Ensslin dreht sich um die Gründung der Terror-Truppe RAF.
